08 2017

Privatgarten Halle II

Halle

Profil
Umgestaltung einer privaten Außenanlage in Halle

Größe
10000

Jahr
2017

Neugestaltung eines großflächigen, neu bebauten und bis dahin brachliegenden Grundstückes in Halle.

 

Das ca. 1 ha große Grundstück wurde mit einem modernen Einfamilienhaus bebaut und hat bis auf zwei Blaufichten und eine Kastanie keinen alten Baumbestand aufzuweisen. Durch eine Baufirma wurden die Wege und Zufahrten zum Haus und zur Garage angelegt.

Unsere Aufgabe war es, das weitläufige Areal parkähnlich zu gestalten, ohne den Aspekt des Pflegeaufwandes für die ausgedehnten Flächen zu vernachlässigen. Weiterhin musste die Gestaltung mit dem Augenmerk erfolgen, dass in Zukunft eine noch bestehende Ruine abgerissen und ein weiteres Haus errichtet werden soll.

So erfuhren die Bereiche in direkter Hausnähe eine intensivere Gestaltung: Dachförmig gezogene Zieräpfel, mit Geranium, Gräsern und Eibenquadern unterpflanzt, nehmen die Kontur der großzügigen Holzterrasse auf und bilden für diese einen Rahmen. Als Sichtschutz zur Grundstücksgrenze hin fungiert eine neu gepflanzte fünf Meter hohe Hecke aus Carpinus betulus (Hainbuche).

Vor dem Haus wurde eine Pflanzfläche mit fünf schirmförmig gezogenen Cornus mas (Kornelkirsche) angelegt. Zur Unterpflanzung dienen Gräser, Traubenlilie und Buchs- sowie Eibenkugeln. Ein besonders schöner Aspekt zeigt sich im Frühjahr, wenn die weißen Krokusse und Tulpen blühen.

Direkt vor einem der Fenster lenkt ein Enkianthus campanulatus (Prachtglocke) als Freilandbonsai die Blicke auf sich.

Ebenfalls in Nähe des Wohgebäudes befindet sich eine große Pflanzung aus einem Schwung dicht gepflanzter Hortensien, großen Eibenkugeln, Gräsern und Stauden. Die immergrünen Eiben geben dabei der Pflanzung im Winter das Gerüst, im Sommer dominiert die Hortensien- und Staudenblüte, und später im Herbst haben die Gräser ihren großen Auftritt.

Diesem Areal gegenüber liegt eine weitere Pflanzfläche, als Gräserwoge gestaltet, kombiniert mit einigen Blühsträuchern und Stauden.

Um das weitläufige Gelände relativ kostengünstig zu strukturieren und weitere Baumaßnahmen zu ermöglichen, wurden, meist in den Grenzbereichen des Grundstückes, Flächen von Ligusterhecken in unterschiedlichen Höhen angelegt. Der Liguster wird ca. zwei Mal im Jahr in romantischen Schwüngen geschnitten und gibt dem Grundstück somit eine besonders reizvolle Prägung. Neue Solitärbäume wie Liriodendron tulipifera (Tulpenbaum), Carpinus betulus ‚Fastigiata‘ (Säulen-Hainbuchen) und eine Baumgruppe aus Betula utilis (Himalajabirke) akzentuieren die Pflanzungen. Einen besonderen Höhepunkt bietet der großflächig unter den Bäumen gepflanzte Bleiwurz, zuerst im Sommer durch seine reiche reinblaue Blüte und später durch seine tiefrote Herbstfärbung.

Das Grundstück wurde mit einer teilautomatischen Bewässerung ausgestattet.