05 2017

Wohnanlage Striesen Quartier II

Dresden - Striesen

Profil
Planung und Ausführung einer Freianlage für Mehrfamilienhäuser

Größe
4000

Jahr
2017

In Dresden-Striesen entstand diese Wohnanlage mit 6 Mehrfamilienhäusern in moderner Bauweise.

Die Herausforderung bei der Planung der Außenanlagen war groß, zum einen ist fast dreiviertel der Wohnanlage  mit einer Tiefgarage unterbaut, sodass  in den meisten Bereichen  ein Bodenauftrag von nur 60 cm möglich war, zum zweiten wurde das Gebiet äußerst dicht bebaut und es musste dem geforderten Platzbedarf der Feuerwehr-Sicherheitsbereiche sowie Ausstattungselementen wie Müllplätzen und Fahrradständern Rechnung getragen werden.   

Solch eine Anlage lebt natürlich auch von der Intensität und dem Engagement zur Pflegebereitschaft.

Unser Anspruch war es, trotz dieser festen Vorgaben den Bewohnern ein ästhetisch hochwertiges, grünes und abwechslungsreiches Wohnumfeld mit verschiedenen Aufenthaltsmöglichkeiten und genügend Platz für Kinder- und Ballspiel zu entwerfen.

Die großzügige Verwendung von Stauden und Gräsern sowie Zier-Obstgehölzen, auch als Hommage  an die frühere Nutzung des Areals  als Gärtnerei,  belebt das Erscheinungsbild deutlich und hebt sich von in der Regel recht eintönig gestalteten Wohnanlagen ab.

Jedem Wohnhaus ist zur leichten Wiedererkennung des jeweiligen Einganges eine individuell gestaltete Pflanzfläche mit Ziergehölzen und Stauden vorgelagert, abgewinkelte, verspringende Wege führen von den Häusern in den halböffentlichen Bereich inmitten der Wohnanlage, immer gesäumt von Stauden- oder Gräserbändern.

In der Mitte charakterisieren natürlich gestaltete Spielgeräte aus Holz mit blauer Farbe die Spielbereiche, versetzte geschnittene Heckenriegel aus Hainbuche an Sand- und Rasenflächen schaffen Ein- und Durchblicke, Versteckmöglichkeiten und strukturieren die jeweiligen Freiräume.

Zur winkligen Gestaltung der Wege passen klare Quader aus Beton und bieten Sitzmöglichkeiten.

Wo immer es möglich war, wurden Großgehölze wie Linde, Eiche, Platane und Mehlbeere und auch Baumhasel, Hopfenbuche, Zierkirschen und Zieräpfel gepflanzt.

Die Stellflächen für die Feuerwehr wurden in wassergebundener Decke ausgeführt, begleitet durch ein ‚Grünes Band‘ aus Sedum in Bandstahl,  zur Auflockerung der Fläche.

Die notwendigen Müllplätze fügen sich durch eine eigens entworfene Metall-Holzkonstruktion, zum Teil mit Mauern aus Sandstein, und Kletterpflanzen harmonisch in das Gesamtbild ein.